Text und Regie
Schneewittchen oder Alles was ich dir nicht glaube
Benjamin Junghans und Rosa Rieck
Inszenierung, 1h 30 min, THEATERNATUR FESTIVAL 2026, Website
Schneewittchen ist tot. Seit 100 Jahren liegt sie in einem gläsernen Sarg auf einem Berg im Harz. Nur noch zwei der sieben Zwerge halten dort Wache. Die einst so enge Gemeinschaft ist zerbrochen und so ist die Überforderung groß, als sich zum 100. Todestag plötzlich alle wiedersehen:
Wer erzählt die Geschichte von Schneewittchen richtig? Wer erinnert sich woran? Wer trägt welche Schuld und welche Verantwortung? Und warum scheint plötzlich jeder in einem anderen Märchen gelebt zu haben?
Gemeinsam mit den Zwergen finden wir uns in einer Welt wieder, die zu groß geworden scheint und deren Fliehkräfte uns weiter und weiter voneinander zu entfernen scheinen.
Was verbindet Menschen, wenn wir uns nicht einmal mehr auf dieselbe Geschichte einigen können?
»Bestens gegen die ab- und ausgrenzende AfD-Kultur funktioniert die zweite Eigenproduktion des Festivals von Regisseur Benjamin Junghans und Dramaturgin Rosa Rieck. [...] Programmatisch fürs Theaternatur-Motto haben sich die Zwerg:innen zu völlig unterschiedlich denkenden, meinenden, fühlenden, wahrnehmenden, lebenden Wesen entwickelt, sind also fast immer anderer Ansicht. Aber sie gehen stets wieder in den Dialog. Hören zu. Streiten. Trennen sich nicht endgültig, sondern verabreden ein neuerliches Treffen. Zeigen also den Mut, im Gespräch zu bleiben.«
Jens Fischer
Theater der Zeit
»Großer Schlussapplaus in der fast vollbesetzten Waldbühne«
Erwin Klein
Harzer Volksstimme
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